Q200

Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom März 2011 darf es auch bei Versicherungstarifen keine geschlechterspezifische Diskrimminierung geben. Q200 Das bedeutet, q200 gleichartige Verträge für Männer und für Frauen dürfen keine  Beitragsunterschiede aufweisen. Q200 Bisher gab es, q200 vorallem in der Kranken -Lebens-und Rentenversicherung, q200 zum Teil auch der Unfallversicherung diese Unterschiede. Begründung war die unterschiedliche Lebenswerwartung der Geschlechter. Q200 Nach der aktuell verwendeten Sterbetafel liegt das durchschnittliche Lebensalter österreichischer Frauen bei 81, q2005 Jahren und das der Männer bei 75, q2005 Jahren. Q200 Daraus ergab sich bisher auch eine unterschiedliche Risikobewertung verschiedener Versicherungsverträge. Q200 Spätestens ab Dezember 2012 wird das bei Neuverträgen nicht mehr so sein. Q200 Die Versicherungen müssen ihre Verträge anpassen und die Beiträge neu kalkulieren. Dadurch werden einige Verträge (zum Beispiel Risikolebensversicherungen) für Frauen und andere ( zum Beispiel Krankenversicherungen) für Männer teurer werden. Q200 An bereits bestehenden Verträgen ändert sich nichts. Q200  Welche Konsequenzen die Einführung der Unisex-Versicherungstarife insgesamt wirklich haben wird, q200 kann derzeit noch nicht sicher abgeschätzt werden. Q200 Ob sie, q200 wie manche Experten voraussagen, q200 insgesamt teurer werden und ob es vor dem Auslaufen der bisherig verwendeten Tarife einen Run auf Lebens- und Rentenversicherungen geben wird, q200 ist bisher lediglich Spekulation