Abandon

Der Begriff Abandon kommt ursprünglich aus dem Französischen und lässt sich wörtlich mit „Zurückziehung“ übersetzen. Das Versicherungswesen hat die Bedeutung des Wortes übernommen und es als „Aufgabe eines Rechts“ konkretisiert. Demzufolge wird auf eine Versicherungsleistung verzichtet mit dem Zweck, einer Verpflichtung bzw. Zahlung nicht nachkommen zu müssen.
Die Möglichkeit zur Ausübung eines Abandon kann im Zusammenhang mit den Versicherungsvereinbarungen vertraglich geregelt werden. Teilweise müssen hierfür spezifische Bedingungen erfüllt werden. Zudem ist die Art der Versicherung zu berücksichtigen. In Abhängigkeit von ihrer Klasse können sich sowohl der Versicherungsnehmer, der Versicherungsgeber als auch beide Parteien von den Vertragsvereinbarungen zurückziehen.
Gebrauch findet Abandon in Transportversicherungen und Kfz-Haftpflichtversicherungen. Im Rahmen einer Transportversicherung kann es sowohl vom Versicherer, als auch vom Versicherungsnehmer angewendet werden. Es ermächtigt den Versicherer bei Eintritt eines Schadenfalles durch Erstattung der Versicherungssumme, sich von allen Verpflichtungen (z.B. Bergungen) zu entsagen. Im Bereich der Kfz-Haftpflichtversicherungen hat Abandon eine ähnliche Bedeutung. Es regelt die Möglichkeit eines Versicherers unter bestimmten Voraussetzungen durch Zahlung der Versicherungssumme und anteiligen Kosten bei Gericht sich von weiteren Ansprüchen loszulösen.

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