Abwendungs- und Minderungspflicht

Im Schadensfall ist es grundsätzlich die Pflicht eines jeden Versicherungsnehmers seine Handlungen so auszurichten, als hätte er überhaupt keine Versicherung, die für den Schaden aufkommt und alle Kosten zu seinen Lasten gehen. Das gilt für einen bereits eingetroffenen Schaden, sowie auch für einen Schaden, der noch bevorsteht. Diese Pflicht fällt unter den Fachbegriff „Obliegenheiten“
Man unterscheidet Obliegenheiten, bei denen der Versicherte vor dem Schadensfall eine Pflicht zu erfüllen hat und solche, die nachdem der Schaden bereits eingetreten ist vom Versicherten zu erfüllen sind. Beispiele für Obliegenheiten sind Anzeigepflicht, Pflicht zur Anzeige von Gefahrerhöhungen, Pflicht zur Anzeige, wenn ein Versicherungsfall eintritt, Rettungspflicht sowie auch die Abwendungs- und Minderungspflicht.
Die Abwendungs- und Minderungspflicht bedeutet, dass der Versicherungsnehmer die Pflicht hat, zu versuchen einen Schaden zu verhindern, soweit dies möglich ist, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dabei soll er sich nach Möglichkeit die Weisungen des Versicherers einholen.

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