Bridging Rente

Wer sich eine private Altersvorsorge zulegt, investiert meistens in langfristige Versicherungen oder andere Anlagen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt das gesamte Kapital inklusive staatlicher Prämien und Verzinsung auszahlen. Manche Menschen möchten aber nicht die gesamte Summe auf einen Schlag zur Verfügung haben, sondern monatliche von einer entsprechenden Ausschüttung gemäß des eigenen Kapitals profitieren. Hierbei spricht man von der sogenannten Bridging Rente.

Die geförderte Zukunftsvorsorge durch den Staat ermöglicht eine weitere Ansammlung von Kapital neben der eigentlichen Rente. Diese Form der Anlage ist allerdings an einige Einschränkungen durch den Staat geknüpft. So kann man nach frühestens 10 Jahren über das eingezahlte Kapital verfügen und muss dann sämtliche staatlichen Förderungen und Zuschüsse wieder zurückzahlen. Zudem kann bei einer kompletten Auszahlung eine entsprechende Steuerlast fällig werden, die die eigentliche Summe noch einmal absenkt. In dem Gesetz für die geförderte Zukunftsvorsorge sind jedoch einige Hintertüren enthalten, mit denen man den Abzug der Zuschüsse und auch der eigentlichen Versteuerung entgehen kann. Wenn man sich das angesammelte Kapital als sogenannte Briding Rente auszahlen lässt, erhält man das volle Kapital inklusive der staatlichen Zuschüsse als monatliche Rente auf das eigene Konto.

Die Bedingungen für die vorzeitige und monatliche Auszahlung der Prämien sind schnell erreicht. Man muss das 50. Lebensjahr vollendet haben und außerdem über eine Einschränkung oder Aufgabe der gewerblichen und damit bezahlten Tätigkeit verfügen. So kann man sich bereits recht früh das angesammelte Kapital wieder auszahlen lassen. Man entgeht damit dem Abzug der staatlichen Zuschüsse und kann verhindern, dass die Summe bei der Auszahlung versteuert wird.

2 Gedanken zu „Bridging Rente

  1. Könnten Sie mir bitte den Begriff „Bridging-Rente“ im Zusammenhang mit Frühpensionen erklären? Ich erstelle gerade eine Projektarbeit zum Thema „Pensionsvorsorge – verschiedene Formen“ und der Begriff ist mir des Öfteren untergekommen, leider aber keine genaue Erklärung dafür.

    Vielen Dank!

  2. Anfrage zu folgendem Artikel:
    Tipp: Überbrückungspension

    Eine weniger bekannte Version, die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge zu beenden, ist, sich das Guthaben in Form einer sogenannten Bridging-Rente auszahlen zu lassen. Die Voraussetzung für diese Überbrückungspension ist, dass die Erwerbstätigkeit eingeschränkt ist. Dies ist nicht nur gegeben, wenn man arbeitslos wird, sondern auch dann, wenn man zum Beispiel die Überstunden reduziert. Mit der Bridging-Lösung kann sich der Sparer das gesamte Guthaben innerhalb eines selbst gewählten Zeitraums auszahlen lassen. Man könnte zum Beispiel einige Jahre vor der gesetzlichen Alterspension die Arbeit reduzieren und die Einkommenslücke so schließen. Es ist aber auch möglich, nur einen Teil vorzeitig zu kassieren, und den Rest später in Form einer lebenslangen Zusatzpension zu lukrieren. Allerdings: Wer eine Bridging-Lösung anstrebt, muss 50 Jahre oder älter sein.

    Eine Variante, die immer funktioniert, ist eine Prämienfreistellung. Es wird einfach bis zum Laufzeitende keine Prämie mehr eingezahlt und zu einem bestimmten Zeitpunkt eine lebenslange Rente auf Basis des angesparten Kapitals gewählt. So behält man die staatliche Prämie und hat auch eine Kapitalgarantie.
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    Frage :
    Wie ist es in meinem Fall,da ich ab Ende Jänner 2003 „Befristet“ auf ein Jahr die Invaliditätspension im Alter von gut 43 Jahren bekam.

    Die staatlich geförderte Pensionsvorsorge wurde im Juli 2003 abgeschlossen.

    Infolge weiterer Verschlechterung meines Gesundheitszustandes wurde mir nach mehreren „Befristungen“ die Invaliditätspension für immer gewährt.

    Es war bei Abschluß der Pensionsvorsorge noch keineswegs ersichtlich, das die „Befristete Invaliditätspension in einen Dauerzustand übergeht.

    Daher die Frage: Muß ich bei der Inanspruchnahme der oben genannten Bridging-Rente von 3 Jahren die halbe Prämie plus Kest in meinem „besonderem Fall“ an das Finanzamt abführen?

    Als direkte Überbrückungsrente kann man dies ja nicht bezeichnen, da ich die Invaliditätsrente ja bereits ca.10 Jahre beziehe.Mein derzeitiges Alter ist 53 Jahre.

    Bitte um Auskunft

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