Erstrisikoversicherung

Viele der namhaften Versicherungsgesellschaften Österreichs bieten den Abschluss einer Erstrisikoversicherung an. Unter dem Begriff Erstrisikoversicherung verbirgt sich eine Sachversicherung. Dies kann zum Beispiel eine KFZ-Versicherung, eine Feuerversicherung, eine Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung sein, um nur einige zu nennen. Die Erstrisikoversicherung bietet durch den deutlich verringerten bürokratischen Aufwand einige Vorteile.

Die Erstrisikoversicherung ersetzt im Schadensfall den Schaden bis zur Höhe der vorher vereinbarten Versicherungssumme, und zwar ohne Prüfung der tatsächlich entstandenen Schadenhöhe. Die Frage, ob der Schadensausgleich dem Wert der versicherten Sache entspricht, bleibt unberücksichtigt. Dadurch kann eine Unterversicherung praktisch nicht eintreten, was in der Praxis dazu führt, dass diese Form der Sachversicherung vornehmlich dort eingesetzt wird, wo eine Ermittlung eines tatsächlich entstandenen Schadens sich zu aufwändig oder kostenintensiv gestalten würde.

Für den Versicherungsnehmer ist der Abschluss einer Erstrisikoversicherung durchaus zu empfehlen, denn durch den Ausschluss der Unterversicherung kann der Geschädigte sicher sein, im Schadensfall den Ausgleich der vollen vereinbarten Schadenhöhe zu erhalten. Außerdem kann die gesamte Schadenabwicklung deutlich schneller und reibungsloser durchgeführt werden und auch die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme kann relativ zügig und ohne nennenswerte Wartezeiten erfolgen.

Die Versicherungsgesellschaften haben dagegen kaum Vorteile durch die Erstrisikoversicherung, denn sie müssen im Schadenfall unter Umständen mehr zahlen, jedoch ist der Bearbeitungsaufwand in der Schadenabwicklung deutlich geringer, was wiederum durch Arbeitseinsparung Entlastung bedeutet und dadurch für den Versicherer als vorteilhaft angesehen werden kann.

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