Harmonisierter Verbraucherpreisindex

Statistik Austria veröffentlicht monatlich zwei Verbraucherpreisindizes, die Aufzeigen inwiefern sich die Preise und Waren mit der Zeit verändern. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex, kurz HVPI genannt, ist neben dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI), einer dieser Indizes. Während der VPI als Maßstab für die lokale Preisentwicklung bzw. Inflation dient, ist der HVPI die Basis für die vergleichbare Feststellung der Inflation in Europa und für die Bemessung der Geldwertstabilität binnen der Währungsunion. Dies macht den harmonisierten Verbraucherpreisindex zu einem bedeutenden Indikator für Analysten aus Österreich und Europa.
Als Basis für den HVPI wird eine repräsentative Auswahl von Gütern und Dienstleistungen herangezogen, die ein Durchschnittshaushalt in der Euro-Zone erwirbt. Die Zusammensetzung des Warenkorbes gründet sich auf der „Classification of Individual Consumption by Purpose“. Diese ist eine in Stufen unterteilte Produktnomenklatur, welche den Verbrauch der Privathaushalte nach Zweck des Konsums in 12 Hauptgruppen, 40 Warengruppen und 106 Klassen differenziert.
Seit 2002 ist der harmonisierte Verbraucherpreisindex in Österreich deutlich gestiegen. Es gab zwar sowohl 2006, 2009 und 2010 einen deutlichen Fall des Prozentsatzes im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr. Über die Jahre hinweg gesehen, hat sich der HVPI jedoch von 1.583% auf 3.925% in 2011 erhöht.

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