Höchstbetraghypothek

Gläubiger von Immobilienkrediten bekommen durch Eintragung einer Hypothek die Möglichkeit, bei Nichtzahlung der Kreditraten durch den Kreditnehmer oder durch dessen vollständige Zahlungsunfähigkeit die Immobilie zu veräußern. Aus dem Erlös sind dann die Kredit zu tilgen, was allerdings nicht selten dazu führt, dass der Erlös geringer ausfällt als die Kreditvaluta und die Kreditgeber insofern einen Teil ihres Kredites abschreiben müssen.
Ergänzend zu der Hypothek können Gläubiger und Schuldner auch eine Höchstbetragshypothek, auch Maximalhypothek genannt, ins Grundbuch eintragen lassen.
Das bedeutet konkret, dass ein Gläubiger bis zu der maximalen Höhe des Hypothekenwertes Ansprüche anmelden kann; vorausgesetzt, die Ansprüche sind zulässig und werden vor Gericht geltend gemacht. Darüber hinausgehende Ansprüche sind nicht zulässig. Die Maximalhöhe errechnet sich dabei aus dem Wert der Immobilie.
Aber auch der Schuldner hat die Möglichkeit, bis zur Höhe der Maximalsumme weitere Kredite aufzunehmen. Werden darüber hinausgehende finanzielle Mittel benötigt, kann der Schuldner diese nur über selbe Bank beantragen.

Die Höchstbetragshypothek stellt in Österreich eine besondere Form der Sicherungshypothek dar. Rechtliche Grundlage dafür sind die Vorschriften des österreichischen Pfandrechts unter den §§ 285 ABGB bzw. 1408 ABGB.

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