Karenzfrist

Unter einer Karenzfrist versteht man die Zeit, die vergehen muss, ehe ein Versicherungsschutz besteht. Diese Arten von Karenzfristen sind oftmals bei Pflege- und Krankenzusatzversicherungen zu finden. Dabei schützen sich die Versicherungsgesellschaften davor, dass eine Versicherungsleistung ungerechtfertigt in Anspruch genommen wird. Vor allem bei Krankenzusatzversicherungen sind diese Karenzfristen bei den Leistungen zur Bezahlung von Zahnarztkosten zu finden. Da sich viele Kunden erst dann für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden, wenn der Zahnarzt bereits eine notwendige Sanierung der Zähne dargelegt hat, soll die Karenzzeit einen kurzfristigen Abschluss verhindern. Deshalb ist es sinnvoll eine Krankenzusatzversicherung frühzeitig abzuschließen, auch wenn noch keine notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen anstehen. Zudem ist bei einem frühzeitigen Vertragsabschluss neben der Karenzzeit auch der Beitrag ein ausschlaggebendes Kriterium. Je jünger ein Versicherungsnehmer ist, desto geringer sind die Beiträge.

Der zweite große Versicherungsmarkt, bei welchem die Versicherungsgesellschaften Karenzfristen verhängen, ist der Bereich der Pflegeversicherungen. Oftmals bestehen Karenzfristen von bis zu drei Jahren. Tritt während dieser Zeit eine Pflegebedürftigkeit ein, so besteht kein Versicherungsschutz in Form von Pflegegeld. Auch hier soll verhindert werden, dass mit Zahlung von wenigen Monatsbeiträgen eine Versicherungsleistung gezahlt werden muss. Aus Sicht der Versicherungsgesellschaften sind Karenzfristen durchaus nachvollziehbar, als Kunde sollte jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Karenzfristen im Rahmen halten.

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