KESt

KESt ist eine der gängigen Abkürzungen für die Kapitalertragssteuer. Andere verwendete Abkürzungen sind KapSt oder KapErtSt. Die KESt gehört zu den unterschiedlichen Varianten der Einkommensteuer und wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung auf einem separaten Vordruck buchstäblich erklärt.

Die KESt wird auf die Erträge von Kapitalvermögen erhoben, also auf die Zinsen von Kapitalanlagen. Sie kann auch als eine anteilige Einkommensteuer bezeichnet werden, die aus den Zinserträgen berechnet wird. Buchungstechnisch wird die KESt direkt vom kontoführenden Kreditinstitut, oder von dem Vermögensverwalter an die zuständige Finanzbehörde abgeführt. Insofern, und das klingt etwas ungewöhnlich, ist das Kreditinstitut als Schuldner der Zinserträge der Steuerzahler der KESt, der für eine ordnungsgemäße Abführung zuständig und verantwortlich ist. Derjenige, dem das Kapital rechtmäßig gehört, ist seinerseits dafür verantwortlich, seinem Kreditinstitut oder Vermögensverwalter alle Angaben zu machen, und nichts zu verheimlichen.

In Österreich beträgt die KESt einheitlich 25%. Das heißt, dass ein Viertel des Kapitalertrages, also des Zinserlöses als Steuerzahlung abzuführen ist. Da die KESt direkt berechnet und beglichen wird, entfällt eine spätere Einbeziehung in die Einkommensteuererklärung des Steuerpflichtigen.

Die KESt ist eine Quellensteuer, ähnlich wie die Lohnsteuer auch. Quellensteuer bedeutet, dass die Steuer dort abgeführt wird, wo sie entsteht, generiert wird. Auf die KESt bezogen gilt, dass die Erträge für das Kapital, das sich in Österreich befindet, auch in Österreich besteuert und direkt an die Finanzbehörde bezahlt werden. Mit dieser Praxis orientiert sich Österreich an der Handhabung in nahezu allen europäischen Ländern, in denen eine KESt erhoben wird.

Das Kapital wird dort, wo es sich befindet, direkt besteuert, und die Steuer wird dann unmittelbar abgeführt.

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