Lösegeldversicherung

Als Lösegeldversicherung wird eine Versicherung bezeichnet, welche den Versicherten gegen mögliche finanzielle Folgen in Verbindung mit Erpressungen und Entführungen versichert. Zumindest in Deutschland gibt es Versicherung die diese Art von Versicherung anbieten. Ob es auch in Österreich solche eine Lösegeldversicherung gibt, ist bisweilen unbekannt.

Der Schadensfall bei dieser Art der Versicherung ist dann die Entführung und möglicherweise damit verbundene Erpressung einer im Vertrag inkludierten Person, wobei in diesem Fall beispielsweise Lösegeldzahlungen oder Ausgaben für ein professionelles Krisenmanagement von der Versicherung übernommen werden. Je nach Auslegung der Lösegeldversicherung besteht zudem die Möglichkeit, dass auch entstehende Folgekosten wie physische oder psychische Behandlungen nach der Befreiung oder Freilassung eines Entführungsopfers.
Eine Lösegeldversicherung kann dabei sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen abgeschlossen werden. Unternehmen versichern dabei in der Regel einige ihrer Mitarbeiter gegen eine mögliche Entführung, wenn beispielsweise Standorte in gefährdeten Gebieten eröffnet werden. Privatpersonen, die sich für den Abschluss einer Lösegeldversicherung entscheiden, sind häufig aber nicht ausschließlich wohlhabende Personen, die sich und ihre engeren Familienmitglieder gegen die genannten Gefahren bzw. damit in Verbindung stehenden Kosten absichern.
Diese Versicherungen sollten sowohl von Unternehmen wie auch von Privatpersonen in jedem Fall geheim gehalten werden, meist wird dies im Versicherungsvertrag sogar festgeschrieben, um die Gefahr einer Entführung nicht unnötig zu erhöhen.

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