Mediation

Die gesetzlichen Regelungen aus dem Jahr 2003 haben zur einer stetigen Weiterentwicklung der Mediation in Österreich beigetragen. Mediation hat sich als alternatives Konfliktlösungsverfahren in der Wirtschafts-, Rechts-, und Sozialordnung bewährt. Mediation bezeichnet die Vermittlung zwischen mehreren Parteien. Bei einem Interessenkonflikt wird ein überparteilicher, neutraler Dritter hinzugezogen. Die Konfliktparteien stimmen freiwillig einem Mediationsverfahren zu. Es ist einem traditionellen Verfahren vor Gericht oder bei Behörden vorgelagert oder läuft parallel dazu.

Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten der Mediation reicht von Wirtschaftsangelegenheiten, über Familien- und Scheidungskonflikten bis zu Mietstreitigkeiten. Verfahren finden gleichfalls zum außergerichtlichen Tatausgleich, bei der Raumplanung bis hin zu Umweltkonflikten statt. Mediation ist eine von mehreren Varianten zur außergerichtlichen Konfliktlösung. Möglich sind ebenfalls solche Formen wie Moderation, Schiedsgerichtsbarkeit sowie das Führen bilateraler Verhandlungen, ohne dass ein Dritter vermittelnd hinzugezogen ist.

Bei einem Mediationsverfahrens geht es um die eigenverantwortliche und gemeinsame Suche von Problemlösungen, denen alle am Konflikt Beteiligten gerecht wird. Die Lösung muss sich als tragfähig für alle Konfliktparteien erweisen. Die Interessen der Parteien müssen sich in den Vereinbarungen widerspiegeln. Die angestrebte Problemoptimierung in Form einer win-win-solution soll zukunftsorientiert und auf Dauer angelegte Vereinbarungen ermöglichen. Das Verfahren läuft mit einer Vorverhandlung, der Verhandlung sowie letztlich der Umsetzung (Überwachung/Überprüfung) ab. Die Kosten eines Mediationsverfahrens übernehmen die Parteien zu gleichen Anteilen.

Für den Erfolg des Verfahrens ist der Mediator von großer Bedeutung. Nur wenn dessen Sachkunde und Kompetenz gegeben ist und von den Streitparteien anerkannt wird, kann dieser annehmbare Lösungen unterbreiten. Der Mediator verfolgt bei einem Mediationsverfahren keine eigenen Interessen. Entscheidungen über strittige Sachen müssen die Parteien selbst treffen.

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