Rechtsschutz

Als Rechtsschutz wird im Bereich der Versicherungen eine privatrechtliche Versicherung bezeichnet, welche den Versicherten gegen mögliche Kosten absichert, die für notwendige Leistungen für die Wahrung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers beispielsweise durch eine Gerichtsverhandlung anfallen. Dafür muss vom Versicherungsnehmer eine regelmäßige Prämienzahlung erfolgen, damit die Versicherungsleistungen in vertraglich vereinbartem Umgang erbracht werden können. Die Höhe der Prämien orientiert sich vor allem auch an der Höhe der im Versicherungsvertrag festgeschriebenen Selbstbeteiligungen, die in der Regel bei einer Rechtsschutzversicherung vereinbart werden, alternativ kann die Selbstbeteiligung je nach Anbieter und Vertrag aber auch durch eine verhältnismäßig geringe Mehrprämie ausgeschlossen werden.
Im Detail übernimmt ein Rechtsschutz entweder ohne eine Deckungsbegrenzung oder bis zu einer im Versicherungsvertrag geregelten maximalen Deckungssumme die Kosten der gesetzlichen Anwaltsgebühren, wobei der Rechtsanwalt vom Versicherten frei und nach eigenem Ermessen ausgewählt werden kann. Über dies hinaus werden auch Honorare für Sachverständigen bei gerichtlichen Gutachten, Zeugengelder sowie anfallende Gerichtskosten von einer Rechtsschutzversicherung erstattet, im Regelfall sind auch Kosten des Gegners bei einer rechtlichen Auseinandersetzung mitversichert, wenn diese vom Versicherungsnehmer übernommen werden sollen.
Darüber hinaus sind meist auch Strafkautionen bis zu 50.000 Euro in die Leistungen der Rechtsschutzversicherung inkludiert, Bußgelder oder auferlegte Bußgelder des Versicherten werden im Zuge des Rechtsschutzes jedoch nicht vom Versicherer gezahlt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.