Strafkaution

Die Strafkaution ist eine Sicherheitsleistung, die ein Beschuldigter beim zuständigen Gericht hinterlegt. Eine Strafkaution wird in einem Strafverfahren als Gegenleistung dafür verlangt, dass ein Haftbefehl, der wegen Fluchtgefahr zunächst erlassen worden ist, außer Vollzug gesetzt, also ausgesetzt wird.

Auch im Straßenverkehrsrecht sowie im Straßenverkehrsstrafrecht kann die Strafkaution von Bedeutung sein. Sie ist vielfach ein Bestandteil innerhalb der Rechtsschutzversicherung, die sowohl auf das Straßenverkehrsrecht begrenzt sein, als auch für den Rechtsschutz im Alltag gelten kann. In einem solchen Versicherungsfall stellt der Versicherer dem Versicherten ein Kautionsdarlehen zur Verfügung. Es ist ein zinsloses Darlehen, das von der Versicherung direkt gewährt und gezahlt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass dem Versicherten eine weitere Strafverfolgung zunächst einmal erspart bleibt.

Wenn es sich beispielsweise um einen Verkehrsstrafrechtsvorgang im Ausland handelt, kann das Kautionsdarlehen dazu beitragen, dass der Versicherte nicht inhaftiert wird. Ob er dann das Land so ohne weiteres verlassen kann, ist eine separate, andere Entscheidung. Er kann sich aber auf jeden Fall frei bewegen und zum Beispiel auch die Deutsche Botschaft aufsuchen, um dort weitere Rechtshilfe zu erhalten.

Die Strafkaution wird zurückgezahlt, sobald der Grund für die Kautionszahlung entfallen oder erledigt ist. Wenn die Kaution im Hinblick auf eine Untersuchungshaft erhoben worden ist und der Angeklagte zur Gerichtsverhandlung erscheint, erhält er die gezahlte Kaution zurück.

In der Police der Rechtsschutzversicherung ist die Höhe der Strafkaution festgelegt, und sie gilt für jeden einzelnen Straffall. Für den Versicherten und den Mitversicherten wird je Leistungsfall die Summe der Strafkaution insgesamt gerechnet, wenn ein und denselbe Sachverhalt betroffen ist.

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